MicroCirtec testet neue revolutionäre LED Technik

Der deutsche Leiterplattenhersteller MicroCirtec hat zusammen mit der Firma Altix Automa-Tech  aus Frankreich die Qualifizierung eines neuartigen Leiterbildbelichters unter Produktionsbedingungen gestartet. Diese auf der Productronica 2011 vorgestellte neue Maschine ACURA LedLightTM verwendet die LED Technologie zur doppelseitigen Belichtung von Leiterplatten und setzt dabei neue Maßstäbe bezüglich Produktivitität, Genauigkeit und Energieeinsparung. MicroCirtec unterstreicht damit erneut die strategische Bedeutung des Technologiestandortes Deutschland für die Leiterplatte.

Durch die universell einsetzbare LED – Technik ist es möglich, alle Fertigungsstufen mit Belichtungsprozessen bei der Standard- als auch bei der HDI-Leiterplattenfertigung mit gleicher Technologie abzudecken. Ob bei der Innenlagen-, Außenlagen- oder auch bei der Lötstopmaskenbelichtung – es wird eine weitaus verbesserte Produktivität im Vergleich zu den bislang im Hause eingesetzten Belichtungstechnologien erreicht. Die LED-Lichtquelle schafft bei der Leiterbildbelichtung bis zu 4,5 Fertigungsnutzen pro Minute (Innenlagen) oder 3,5 Platten pro Minute (Aussenlagen). Da keine herkömmlichen 5 oder 8KW UV-Brenner mehr im Einsatz sind, ergeben sich bis zu 80-prozentige Kosteneinsparung bezüglich des Energieverbrauchs.

Die Leiterbildauflösungsgenauigkeit erreicht mit entsprechend eingesetztem Trockenresist Auflösungen im Bereich < 30 my. Der hohe Durchsatz der Maschine wird nicht nur durch die LED-Technik erreicht, sondern auch durch den Einsatz einer innovativen Vorregistrierung der Leiterplatten vor dem eigentlichen Belichtungsvorgang.

Auch wenn die Belichtungsquelle LED sich noch in der Qualifikation befindet, so ist MicroCirtec von der maschinellen Konzeption schon länger überzeugt. Seit Anfang 2012 benutzt der Leiterplattenhersteller schon eine vollautomatische Belichtungsstrecke im Bereich Lötstopp, deren Herzstück ein Altix Belichter mit 2 x 8kw Lichtquellen ist. Hierbei wird ein Durchsatz von 2,5 Panel pro Minute erreicht. Auch die lichttechnisch schwer beherrschbaren Farben weiß und schwarz (zu niedrige bzw. zu hohe Absorbtionsproblematik) können hiermit mühelos verarbeitet werden. 50 my Stege zwischen Lötstopp-Pads und Smd`s sind hiermit darstellbar.

Mit diesem Investment will der Leiterplattenhersteller beweisen, dass man durch hohe Produktivität und Spitzentechnologie Qualität auch zu günstigsten Preisen in Deutschland bekommen kann.

MicroCirtec`s Internetplattform für Leiterplatten: Die Klein- und Großserien im Visier!

Der Leiterplattenhersteller MicroCirtec GmbH hat sich schon sehr früh – entgegenaller Trends zur Produktionsverlagerung nach Fernost– bewusst für Deutschland als Standort in der preislich hart umkämpften Serienproduktion entschieden. Das Onlinetool microcirtec.de bietet seinen Kunden die Möglichkeit, die kompletteBeschaffungslogistik für Leiterplatten – von der Erstkalkulation bis zur Serienbestellung – effizient über das Internet abzuwickeln.

Basis hierfür sind die langjährigen Erfahrungen des Familienunternehmens mit seinen anspruchsvollen, meist mittelständischen Kunden aus der Medizin-, Automobilzulieferer- und Industrieelektronik. Diese betrachten den Krefelder Leiterplattenhersteller nicht nur als reinen Auftragsfertiger sondern auch als Berater und Manager des Platinenportfolios – beginnend bei der layouttechnischen Optimierung der ersten Vorserien bis hin zur kostengünstigsten Serieneinteilung.

Von Anfang an wurden die hierfür notwendigen Organisationstools von der hauseigenen Softwareabteilung programmiert. So ist der Vertrieb, die Auftragsabwicklung und Produktionsplanung mit der Benutzeroberfläche der im Internet zugänglichen Bestellplattform unter microcirtec.de verknüpft. Der Kunde kann hierüber – insofern gewünscht – komplett selbstständig kalkulieren, seine Artikel verwalten und jederzeit in unterschiedlichsten Serienvolumen Nachbestellungen auslösen.

Andreas Brüggen, Geschäftsführer der MicroCirtec GmbH, vermeidet selbst gerne den Begriff Onlineshop, da er in seiner Internetplattform mehr sieht als ein Internetbestellservice für Prototypen. „Eigentlich zeigt sich unser volles Leistungspotential erst da, wo der Kunde über das Testen von Prototypen hinausgeht. Als erfahrener Serienfertiger haben wir erkannt, dass sich das wahre Potential einer Internetplattform für Leiterplatten erst bei der gleichzeitigen Verwaltung einer Vielzahl unterschiedlichster Typen, Versionen und Serien entfaltet.“

Eine typische Bestellsituation, in der sich ein Kunde von MicroCirtec nach erfolgreicher Prototypenentwicklung befindet, ist die anstehende Auflage einer günstigen „0-Serie“ oder einer Vorserie mit beispielsweise 20 Eurokarten. Diese kann der Kunde, um Geld zu sparen, zunächst ohne E-Test bestellen. Kommt es im Erfolgsfalle zu einer Serienfertigung mit geplanten Losen von z.B. 500 Eurokarten, kann er, falls er bei der Vorserie gegen ein geringes Entgelt einen Herstellbarkeits-Check mit bestellt hat, diese ohne weitere Fertigungsfixkosten im Onlineportal zu industriellen Serien- und Preisbedingungen per Mausklick nachbestellen.

Die elektrische Prüfung – ob mit Adapter oder Fingertester – kann für die Serie zu einem geringen Aufpreis jederzeit nachgebucht werden. Im optionalen Herstellbarkeits-Check wird geprüft, ob die jeweilige Platine serienreif ist oder es noch Optimierungspotential hinsichtlich der Leiterplattentoleranzen gibt.

Neben den Rationalisierungsvorteilen, die das Internet als Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Leiterplattenhersteller bietet, verfügt das Unternehmen auch über eine entsprechend flexible und gleichzeitig industrielle Fertigung. Hierdurch ist MicroCirtec in der Lage, die Rüst- und Organisationskosten im Kleinserienbereich niedrig zu halten und gleichermaßen die Volumeneffekte einer Großserienproduktion anzubieten.

Vor allem das Multi-Imageverfahren, mit dem man bei der Prototypenfertigung eine große Zahl unterschiedlichster Leiterplattentypen in die Fertigung einsteuert, ist auf eine Serienfertigung mit standardisierten Zuschnitten und hauseigenem Know-How angepasst. So kann MicroCirtec seinen Investitionsschwerpunkt in hochautomatisierte und geisterschichtfähige Bearbeitungszentren legen, ohne Einbußen bei der Flexibilität hinzunehmen. Es wurde zum Beispiel innovativ in einen hochpräzisen Belichtungsvollautomaten im Bereich Lötstopp sowie in ultraschnelle Bohr- und Fräszentren mit automatischen Be- und Entladerobotern investiert. Im Bereich der Leiterbildbelichtung erprobt man zur Zeit den Einsatz eines vollautomatischen LED-Belichters für die Leiterbildstrukturierung mit extrem geringem Energieverbrauch bei hoher Layout-Abbildungsgenauigkeit.

An dieser Stelle sieht Andreas Brüggen das Problem mancher Onlineshops. Diese könnten zwar günstig Prototypen herstellen, seien dann aber aufgrund ihrer fertigungstechnischen Struktur bei größeren Stückzahlen entweder zu teuer oder lassen in Osteuropa oder Fernost fertigen.

Die Kunden entwickeln inzwischen immer mehr ein Bewusstsein dafür, wo ihre Platinen herkommen und unter welchen Bedingungen sie gefertigt werden. „Mit einer intelligent eingerichteten Fertigung erreicht man günstige Herstellkosten auch in Deutschland, ohne den Umweg über Niedriglohnländer und vernachlässigte Umweltstandards zu gehen“ ist Andreas Brüggen überzeugt.

Fräsen oder Ritzen – was ist günstiger?

Viele unserer Kunden fragen sich, welche mechanische Bearbeitung für die Vereinzelung bzw. für die Nutzenherstellung die Beste ist. Die Antwort ist: Es kommt darauf an…

Im Prinzip gilt, je besser diese Fläche ausgenutzt wird, d.h. je mehr Leiterplatten auf dem Nutzen Platz finden, desto günstiger können wir Ihre Platinen anbieten. Platinenformen und -formate haben somit erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung, da sie mit darüber entscheiden, wie optimal sie in unseren Fertigungsnutzen passen.

Kerbfräsen:

ritzenMit aufgeführt sind die Arbeitsabstände für die einzelnen mechanischen Endbearbeitungen. Da beim Kerbfräsen “0”-Abstände die Regel sind, bietet sich diese Bearbeitung als platzsparendste Bearbeitung an. Für unsere Bestellplattform, bei der die besten Preiseffekte über das Multi-Imageprinzip erwirtschaftet werden, d.h. dass wir möglichst effektiv unterschiedlichste Platinen auf einen Fertigungsnutzen packen wollen, ist diese Wahlmöglichkeit eher kontraproduktiv. Denn hier bedeutet dies den Einsatz von aufwendigen Sprungritztechniken und anderen Hindernissen. Darum sind Ausführungen kerbgefräst oder geritzt in der Regel teurer. Das Gleiche gilt für die Kombination aus Ritzen und Fräsen. Aber fragen Sie Ihre Leiterplatten direkt bei uns an und sind die Stückzahlenvolumen größer, so kann der beschriebene “O-Abstand” einen großen Preisvorteil bringen, da dadurch mehre Ihrer Leiterplatten auf den Nutzen passen als gefräste Platinen mit unten beschriebenen Mindestabständen dazwischen.

Konturenfräsen:

Werden bei der Leiterplatte Konturfräsungen gefordert und die Lieferung erfolgt nicht im Nutzen, so wird ein Abstand von Platine zu Platine von 8 mm benötigt, um sie komplett ausfräsen zu können. Erfolgt die Lieferung im Fräsnutzen, so ist ein Abstand von 2,6 mm innerhalb Ihres Fräsnutzens ausreichend, um Frässtege plazieren zu können. Hier ist der große Vorteil, dass durch die Flexibilität  der Fräsmaschinen bei der Konturherstellung (z.B. Kreise fräsen zu können) mehrere Leiterplatten auf einem Nutzen aufgebracht werden können (Multi-Imageprinzip)

Die Faustregel sollte heißen:

  1. Bei Internetbestellungen möglichst das Fräsen zu wählen und
  2. Bei Anfragen direkt an uns oder auch über Premium Line uns die Gelegenheit geben beide Alternativen anzubieten…