Neue Durchkontaktierungsanlage: “Einsteigen und losfahren”

MicroCirtec hat seit Beginn der Jahreswende zusammen mit der Firma Gebrüder Schmid eine von langer Hand geplante Desmear- und Durchkontaktierungsanlage installiert und erfolgreich durch die Ramp-Up Phase geführt. Jetzt läuft sie erfolgreich unter voller Produktionslast. Kunden wird es freuen – die erreichten technologischen Eckdaten geben genug Grund dafür, weiterhin auf Leiterplatten “Made in Germany” zu setzen.
MicroCirtec setzt seit Jahren bei der Durchkontaktierung auf das von der Firma Enthone entwickelte DMSE-Verfahren der katalytischen Abscheidung leitfähiger Kunststoffpolymere auf den nichtleitenden Wandungen von Bohrungen oder Blind Vias, damit auf diesen in der nachfolgenden Galvanisierung Kupfer abgeschieden werden kann. Die Firma Gebr. Schmid – weltweit technologischer Marktführer von Nassprozessmaschinen in der Leiterplattenindustrie – wurde als Maschinenlieferant ausgesucht, damit am Ende ein Konzept erarbeitet und erfolgreich umgesetzt werden kann, das am besten zum bestehenden Geschäftsmodell von MicroCirtec passt. “Durch das richtige Fertigungskonzept ist es möglich”, so der Geschäftsführer Andreas Brüggen, “die Schlagkraft einer vollautomatischen High-Volume Fertigung mit der Flexibilität der Klein- und Expressdienst-Fertigung zu verbinden.” Deswegen ist es uns auch möglich, größere Serien im Eildienst zu produzieren” (RMP = Rapid Mass Production) Auch die neue Desmear- und Durchkontaktierungsanlage ist so konzipiert, dass sie zu kurzen Rüstzeiten und einer flexiblen Produktionssteuerung ihren Beitrag leistet.

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Neben vielen technologischen Details sollten vor allem die vollautomatisch ablaufende chemische Reinigung der Anlage sowie die verlängerte Lebensdauer der Durchkontaktierungs-Chemie als besondere Neuerung hervorgehoben werden. Musste früher die Chemie wöchentlich neu angesetzt werden, so hat der Chemie- Lieferant Enthone die Lebensdauer auf drei Wochen verlängern können. Dies senkt Kosten und vereinfacht die Prozessüberwachung und -analytik. Das Fehlerpotential durch häufig neu anzusetzender Prozessbäder reduziert sich somit um 75%. Technologisch und qualitativ erfüllt die Anlage alle Anforderungen einer ständig wachsenden Vielfalt unterschiedlichster Leiterplatten- Materialien. Ob Hoch-TG, gefülltes Basismaterial oder andere Spezialmaterialien – das DMSE-Verfahren ist im Bereich der Durchkontaktierung von Dielektrika eins von jenen mit dem breitestesten Einsatzspektrum. Die technologischen Details:

Die Maschine ist bis zu einem Aspect Ratio für Blind Vias von 1:1 HDI fähig.
Bohrungen können mit einem Aspect Ratio bis zu 1:14 durchkontaktiert werden
Die Kapazität beträgt ca. 40 qm Leiterplattenfläche pro Stunde.
Was Andreas Brüggen vor allem beeindruckt hat, war die problemlose Installation und Ramp-Up Phase des gesamten Vorhabens. “Im Vergleich zu der vor zwanzig Jahre weltweiten ersten und sehr mühevollen Erstinstallation des DMSE-Prozesses in unserem Hause, war das jetzt wie Einsteigen und Losfahren…”

Neues Bearbeitungszentrum für Kupferätzen bei MicroCirtec

Der deutsche Leiterplattenhersteller MicroCirtec hat an seinem Fertigungsstandort Krefeld eine neue Hochpräzisionsätzmaschine für das alkalische Kupferätzen von Leiterplatten installiert. In Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller Gebr. Schmid wurde das Bearbeitungszentrum so gebaut, dass die Maschine den vielseitigen Anforderungen der deutschen Elektronikindustrie in vollem Umfang mehr als gerecht wird.

Sowohl das Fine-Line Ätzen von Track-Gap Leiterbildstrukturen von 75 my als auch das Ätzen von Dickkupferstärken von  größer 100 my sind mit dieser Maschine  in Großserienproduktion möglich. Mit Hilfe eines speziellen Flexantriebs können nur (!) 100 my dünne Innenlagen (+Kupfer) havariefrei durch die einzelnen Bearbeitungsmodule transportiert werden. Für jeden einzelnen oszillierenden Düsenstock, mit dem das alkalische Ätzmedium auf die Kupferoberfläche aufgebracht wird,  lässt sich der Sprühdruck separat so einstellen, dass die gefürchtete Seenbildung auf der Leiterplattenoberfläche unterdrückt werden kann und die Abätzrate über den gesamten Leiterplatten-Nutzen möglichst gleichbleibend ist. Über diverse Optionen des Hinzu- und Abschaltens der jeweiligen Ätzkammern,  intermittierendes Ätzen, der Möglichkeit des “Wolkenätzens” und andere Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Exposition der Kupferoberfläche zum Ätzmedium können die Unterätzungsraten minimiert und definierte Schichtstärken geätzt werden.

Durch die enorme Anlagenlänge von 10 m ist die Anlage auch darauf ausgelegt, größerer Auftragsvolumen zu produzieren. “MicroCirtec”, so der Geschäftsführer Andreas Brüggen, “will mit dieser Anschaffung weiterhin seine industrielle Schlagkraft in allen Seriengrößen unterstreichen und maßgebliche Akzente hinsichtlich schneller und pünktlicher Lieferfähigkeit setzen”.

Es gibt wieder etwas Neues aus der MicroCirtec Videothek

Und hier ist der Link dazu:

Youtube Filme der Firma MicroCirtec

Unsere neuesten Filme zeigen die Entgratung und das Bohren/Fräsen der Leiterplattennutzen.

Nicht verpassen: In regelmäßigen Abständen werden regelmäßig neue Filme über die Leiterplattenherstellung auf Youtube eingestellt!

Ihr Leo Leiterplatte

MicroCirtec führt mit neuen CNC-Maschinen „Geisterschichten“ ein

Der deutsche Leiterplattenhersteller und Onlineshop-Anbieter MicroCirtec reagiert auf fernöstliche Dumpingpreise mit konsequenter Produktivitätserhöhung an seinem Fertigungsstandort Krefeld: Die Firma investiert in 3 Bearbeitungszentren mit insgesamt 6 Bohr- und Frässpindeln mit einem beispiellosen Automatisierungsgrad.

Die Maschinen organisieren nicht nur das eigenständige Be- und Entladen zu den Bearbeitungsplätzen, sondern beherrschen ein unabhängiges Störungs- und Havariemanagement. Kommt es zum Beispiel zu einem Bohrwerkzeugbruch, so wird dieser sofort lokalisiert, das Werkzeug selbstständig ausgetauscht, der betroffene Leiterplattennutzen an seinen Speicherplatz zurücktransportiert und gegen einen Neuen ausgetauscht.

Die Folgen von Störungen wie z.B. Nacharbeiten können dann für einen einzigen Eingriff konzentriert an einem Stück abgearbeitet werden und Stillstandszeiten minimiert werden. Gibt es gravierendere Ablaufstörungen, so wird ein Bereitschaftsdienst über SMS informiert.

Mit dieser neuen Generation von CNC- Maschinen des Bohrmaschinenherstellers Schmoll soll es gelingen,  die Anzahl menschlicher Interventionen soweit zu reduzieren, dass Übergangs- und Nachtschichten komplett ohne Belegung, d.h. in einer “Geisterschicht, stattfinden können.

„Ziel dieser Investition in intelligente Bearbeitungszentren ist nicht die Reduzierung von Personal“ so der Geschäftsführer Andreas Brüggen von MicroCirtec, „sondern die Rechtfertigung des hohen deutschen Lohnniveaus durch hohe Produktivität“. Auch an anderer Stelle – Leiterplattenbelichtung von Leiterbild und Lötstopp – arbeitet MicroCirtec an der konsequenten Umsetzung dieses Konzepts.

Sie wollten schon immer wissen, wie Leiterplatten hergestellt werden?

Dann schauen Sie doch einfach mal in unsere Lehrfilme auf Youtube:

Youtube Filme der Firma MicroCirtec

Unsere neuesten Filme zeigen die Vorbereitung für das Bohren von Leiterplatten bzw. Multilayer-Nutzen in drei kleinen Filmen: Röntgen – Besäumen – Paketieren

Wichtig: In regelmäßigen Abständen werden immer wieder neue Filme über die Leiterplattenherstellung auf Youtube eingestellt!

Ihr Leo Leiterplatte

Laser Direct Imaging Technologie in der Leiterplattenfertigung: Pro & Contra

LDI ist in der Leiterplattenindustrie »en vogue« und sorgt für eine gewisse Reputation des Leiterplattenherstellers in punkto Innovationsführerschaft. Eine Maschine mit Lasertechnik ist allerdings ungefähr doppelt so teuer wie herkömmliche UV-Brenner.
Wann also rentiert sich die Investition in LDI?

Lesen Sie mehr in unserem neuesten Artikel in Markt & Technik!

Link:  2012-11_M&T_LDI-technische Vorteile

MicroCirtec testet neue revolutionäre LED Technik

Der deutsche Leiterplattenhersteller MicroCirtec hat zusammen mit der Firma Altix Automa-Tech  aus Frankreich die Qualifizierung eines neuartigen Leiterbildbelichters unter Produktionsbedingungen gestartet. Diese auf der Productronica 2011 vorgestellte neue Maschine ACURA LedLightTM verwendet die LED Technologie zur doppelseitigen Belichtung von Leiterplatten und setzt dabei neue Maßstäbe bezüglich Produktivitität, Genauigkeit und Energieeinsparung. MicroCirtec unterstreicht damit erneut die strategische Bedeutung des Technologiestandortes Deutschland für die Leiterplatte.

Durch die universell einsetzbare LED – Technik ist es möglich, alle Fertigungsstufen mit Belichtungsprozessen bei der Standard- als auch bei der HDI-Leiterplattenfertigung mit gleicher Technologie abzudecken. Ob bei der Innenlagen-, Außenlagen- oder auch bei der Lötstopmaskenbelichtung – es wird eine weitaus verbesserte Produktivität im Vergleich zu den bislang im Hause eingesetzten Belichtungstechnologien erreicht. Die LED-Lichtquelle schafft bei der Leiterbildbelichtung bis zu 4,5 Fertigungsnutzen pro Minute (Innenlagen) oder 3,5 Platten pro Minute (Aussenlagen). Da keine herkömmlichen 5 oder 8KW UV-Brenner mehr im Einsatz sind, ergeben sich bis zu 80-prozentige Kosteneinsparung bezüglich des Energieverbrauchs.

Die Leiterbildauflösungsgenauigkeit erreicht mit entsprechend eingesetztem Trockenresist Auflösungen im Bereich < 30 my. Der hohe Durchsatz der Maschine wird nicht nur durch die LED-Technik erreicht, sondern auch durch den Einsatz einer innovativen Vorregistrierung der Leiterplatten vor dem eigentlichen Belichtungsvorgang.

Auch wenn die Belichtungsquelle LED sich noch in der Qualifikation befindet, so ist MicroCirtec von der maschinellen Konzeption schon länger überzeugt. Seit Anfang 2012 benutzt der Leiterplattenhersteller schon eine vollautomatische Belichtungsstrecke im Bereich Lötstopp, deren Herzstück ein Altix Belichter mit 2 x 8kw Lichtquellen ist. Hierbei wird ein Durchsatz von 2,5 Panel pro Minute erreicht. Auch die lichttechnisch schwer beherrschbaren Farben weiß und schwarz (zu niedrige bzw. zu hohe Absorbtionsproblematik) können hiermit mühelos verarbeitet werden. 50 my Stege zwischen Lötstopp-Pads und Smd`s sind hiermit darstellbar.

Mit diesem Investment will der Leiterplattenhersteller beweisen, dass man durch hohe Produktivität und Spitzentechnologie Qualität auch zu günstigsten Preisen in Deutschland bekommen kann.

MicroCirtec`s Internetplattform für Leiterplatten: Die Klein- und Großserien im Visier!

Der Leiterplattenhersteller MicroCirtec GmbH hat sich schon sehr früh – entgegenaller Trends zur Produktionsverlagerung nach Fernost– bewusst für Deutschland als Standort in der preislich hart umkämpften Serienproduktion entschieden. Das Onlinetool microcirtec.de bietet seinen Kunden die Möglichkeit, die kompletteBeschaffungslogistik für Leiterplatten – von der Erstkalkulation bis zur Serienbestellung – effizient über das Internet abzuwickeln.

Basis hierfür sind die langjährigen Erfahrungen des Familienunternehmens mit seinen anspruchsvollen, meist mittelständischen Kunden aus der Medizin-, Automobilzulieferer- und Industrieelektronik. Diese betrachten den Krefelder Leiterplattenhersteller nicht nur als reinen Auftragsfertiger sondern auch als Berater und Manager des Platinenportfolios – beginnend bei der layouttechnischen Optimierung der ersten Vorserien bis hin zur kostengünstigsten Serieneinteilung.

Von Anfang an wurden die hierfür notwendigen Organisationstools von der hauseigenen Softwareabteilung programmiert. So ist der Vertrieb, die Auftragsabwicklung und Produktionsplanung mit der Benutzeroberfläche der im Internet zugänglichen Bestellplattform unter microcirtec.de verknüpft. Der Kunde kann hierüber – insofern gewünscht – komplett selbstständig kalkulieren, seine Artikel verwalten und jederzeit in unterschiedlichsten Serienvolumen Nachbestellungen auslösen.

Andreas Brüggen, Geschäftsführer der MicroCirtec GmbH, vermeidet selbst gerne den Begriff Onlineshop, da er in seiner Internetplattform mehr sieht als ein Internetbestellservice für Prototypen. „Eigentlich zeigt sich unser volles Leistungspotential erst da, wo der Kunde über das Testen von Prototypen hinausgeht. Als erfahrener Serienfertiger haben wir erkannt, dass sich das wahre Potential einer Internetplattform für Leiterplatten erst bei der gleichzeitigen Verwaltung einer Vielzahl unterschiedlichster Typen, Versionen und Serien entfaltet.“

Eine typische Bestellsituation, in der sich ein Kunde von MicroCirtec nach erfolgreicher Prototypenentwicklung befindet, ist die anstehende Auflage einer günstigen „0-Serie“ oder einer Vorserie mit beispielsweise 20 Eurokarten. Diese kann der Kunde, um Geld zu sparen, zunächst ohne E-Test bestellen. Kommt es im Erfolgsfalle zu einer Serienfertigung mit geplanten Losen von z.B. 500 Eurokarten, kann er, falls er bei der Vorserie gegen ein geringes Entgelt einen Herstellbarkeits-Check mit bestellt hat, diese ohne weitere Fertigungsfixkosten im Onlineportal zu industriellen Serien- und Preisbedingungen per Mausklick nachbestellen.

Die elektrische Prüfung – ob mit Adapter oder Fingertester – kann für die Serie zu einem geringen Aufpreis jederzeit nachgebucht werden. Im optionalen Herstellbarkeits-Check wird geprüft, ob die jeweilige Platine serienreif ist oder es noch Optimierungspotential hinsichtlich der Leiterplattentoleranzen gibt.

Neben den Rationalisierungsvorteilen, die das Internet als Schnittstelle zwischen dem Kunden und dem Leiterplattenhersteller bietet, verfügt das Unternehmen auch über eine entsprechend flexible und gleichzeitig industrielle Fertigung. Hierdurch ist MicroCirtec in der Lage, die Rüst- und Organisationskosten im Kleinserienbereich niedrig zu halten und gleichermaßen die Volumeneffekte einer Großserienproduktion anzubieten.

Vor allem das Multi-Imageverfahren, mit dem man bei der Prototypenfertigung eine große Zahl unterschiedlichster Leiterplattentypen in die Fertigung einsteuert, ist auf eine Serienfertigung mit standardisierten Zuschnitten und hauseigenem Know-How angepasst. So kann MicroCirtec seinen Investitionsschwerpunkt in hochautomatisierte und geisterschichtfähige Bearbeitungszentren legen, ohne Einbußen bei der Flexibilität hinzunehmen. Es wurde zum Beispiel innovativ in einen hochpräzisen Belichtungsvollautomaten im Bereich Lötstopp sowie in ultraschnelle Bohr- und Fräszentren mit automatischen Be- und Entladerobotern investiert. Im Bereich der Leiterbildbelichtung erprobt man zur Zeit den Einsatz eines vollautomatischen LED-Belichters für die Leiterbildstrukturierung mit extrem geringem Energieverbrauch bei hoher Layout-Abbildungsgenauigkeit.

An dieser Stelle sieht Andreas Brüggen das Problem mancher Onlineshops. Diese könnten zwar günstig Prototypen herstellen, seien dann aber aufgrund ihrer fertigungstechnischen Struktur bei größeren Stückzahlen entweder zu teuer oder lassen in Osteuropa oder Fernost fertigen.

Die Kunden entwickeln inzwischen immer mehr ein Bewusstsein dafür, wo ihre Platinen herkommen und unter welchen Bedingungen sie gefertigt werden. „Mit einer intelligent eingerichteten Fertigung erreicht man günstige Herstellkosten auch in Deutschland, ohne den Umweg über Niedriglohnländer und vernachlässigte Umweltstandards zu gehen“ ist Andreas Brüggen überzeugt.