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Definition der Platinen

Der Begriff Platine (Pl. Platinen), wird meist als Synonym für den Begriff Leiterplatte verwendet, welche ein Träger und Leitungselement für elektronische Bauteile ist. Die Experten streiten sich allerdings, ob Platinen begrifflich bereits fertig bestückte Baugruppen oder komplett unbestückte Leiterplatten darstellen. Grundsätzlich kommen so genannte Platinen auch in anderen Bereichen zum Einsatz - haben dort aber eine völlig andere Funktion. So gibt es zum Beispiel auch in Uhren Platinen. Hier ist damit der dünne und flache Teil eines Uhrwerkes gemeint. Aber bleiben wir im Elektronikbereich: Hier dienen Platinen der mechanischen Befestigung und elektrischen Verbindung von immer kleiner werdenden Bauteilen wie

  • Prozessoren
  • Widerständen
  • Kondensatoren
  • Spulen
  • Dioden
  • alle Arten von Mikrochips

Geschichte der Platinen

Vor dem Durchbruch der Platinen wurden elektronische Schaltungen bzw. deren Bauteile frei verdrahtet und einfach zusammengelötet. Dies bedeutete natürlich auch ein erhöhtes Risiko von Kurzschlüssen oder Unterbrechungen, wenn sich z.B. zwei freiliegende Drähte durch Erschütterungen berührten oder eine frei im Raum liegende Lötverbindung abriss. Die Fertigung der Geräte mit dieser Technik, war nur von Hand und mit Kenntnis eines Verdrahtungsplanes zu realisieren. Die Vorläufer der Platinen ab den 1920er Jahren waren gestanzte Leiterzüge, die auf Hartpapier aufgenietet wurden. Paul Eisler, ein Wiener Elektronik-Ingenieur, ließ sich 1943 das Prinzip der gedruckten Leiterplatte patentieren. Bei diesem Verfahren wurden die Platinen durch Siebdrucken von Silberleitlack auf dem Trägermaterial hergestellt. Mit der zunehmenden Miniaturisierung der Elektronik nahm die Bedeutung dieser Technik auch stark zu. Platinen bestehen heute aus elektrisch isolierendem Material meist aus dem so genannten FR4-Material. Dies ist eine Kombination aus Epoxidharz und Glasfasergewebe, welches durch das Zusammenpressen unter hohem Druck sehr fest und robust wird. Darauf verlaufen leitende Verbindungen, die Leiterbahnen. Diese Verbindungen auf Platinen werden aus einer dünnen Schicht Kupfer nach entsprechenden CAD-Daten in mehreren fotochemischen Prozessen herausgätzt. Die Durchkontaktierungen bei mehrlagigen Platinen, von der einen zur nächsten Kupferlage, werden durch einen elektrolytischen Aufkupferungsprozess erreicht. So gelangt leitendes Kupfer auch in die Bohrungen, setzt sich dort ab und verbindet die Kupferlagen der Platinen untereinander. Die Bauelemente werden später in den Lötaugen oder auf den Lötflächen, den Pads gelötet. So werden sie gleichzeitig mechanisch gehalten und elektrisch verbunden.

Arten von Platinen

Es gibt viele verschiedene Arten von Platinen. Das wesentlichste Unterscheidungskriterium ist wohl das Material. Hier gibt es die komplett starren Platinen, die den größten Anteil ausmachen. Die Starr-Flex-Platinen sind eine Kombination aus einem festen Teil und einem Teil mit einer hauchdünnen Folie mit Leiterzügen. Außerdem gibt es dann natürlich noch die komplett flexiblen Platinen, die nur aus einer dieser dünnen Kunststofffolie gefertigt werden. In den letzten Jahren haben die Aluminium-Kern Leiterplatten durch den zunehmenden Einsatz der LED-Beleuchtungstechnik an Bedeutung gewonnen. Sie können durch einen Metallkern zwischen dem FR4-Material, extrem viel Wärme nach innen aufnehmen und ableiten. Ein weiteres, sehr wesentliches Unterscheidungsmerkmal bei Platinen ist die Lagenanzahl. Diese benennt die Kupferlagen, die in der Platine vorhanden sind. Es gibt 1-lagige, 2-lagige und mehrlagige Platinen, so genannte Multilayer. In Handys oder ähnlich komplexen Hightech-Geräten werden heute schon Platinen mit mehr als 50 Lagen eingesetzt. Des Weiteren unterscheidet man im Allgemeinen zwischen THT- und SMD Platinen. Hiermit ist die jeweilige Bestückungstechnik gemeint. Beim THT-Bestücken der Platinen werden die Bauteile durch die durchkontaktieren Bohrungen gesteckt und auf einer Seite gelötet. Beim SMD-Bestücken werden dagegen die Bauteile auf flache Kupferflächen aufgeklebt und anschließend festgelötet. Dies kann auch doppelseitig geschehen. Sollten wir jetzt Ihr Interesse geweckt haben auch selbst mal eine oder mehrere Platinen in unserer industriellen Fertigung in Krefeld herstellen zu lassen, nutzen sie dazu unseren Platinenservice online. Oder sprechen Sie einfach mit unserem technischen Vertriebteam hier direkt vor Ort.

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